Urteil im Boehringer-Verfahren: 5 Tage Haft für nicht aufstehen!

Das Unternehmen Boehringer-Ingelheim plant, im kommenden Jahr sein neugebautes Tierversuchslabor in Hannover zu eröffnen. Im sogenannten „Tierimpfstoffzentrum“ sollen Medikamente für den Einsatz in der Massentierhaltung getestet werden.

Der folgende Artikel wurde heute auf www.linksunten.indymedia.org veröffentlicht. Aktuelle Informationen unter www.boehringerbesetzung.blogsport.de

„Ich würde auch wenn ich 10 Tage Ordnungshaft zu befürchten hätte, dem Richter keine Ehrerbietung durch Aufstehen erweisen und mich damit dem menschen- und tierausbeutenden System unterwerfen.“ Zitat von André M. kurz bevor er in den Keller des Amtsgerichtes gezerrt wurde.

Heute ging der Boehringer 2.0. Prozess gegen einen mutmaßlichen Besetzer des Geländes für das geplante Boehringer-Tierversuchslabor in die dritte Runde und endete mit der Verlesung des recht hohen Urteils von 40 Tagessätzen a 15 €. Nachdem sich der Angeklagte André M. weigerte, während der Urteilsverkündung aufzustehen, wurde gegen ihn 5 Tage Ordnungshaft verhängt. André wollte mit dem Sitzenbleiben deutlich machen, dass er dem Gericht als Teil des Systems keine Ehrerbietung erweist. Die 5 Tage Haft traten im Anschluss an die Hauptverhandlung sofort in Kraft. Mittlerweile ist André laut Aussagen von Gerichtsangestellten in der
JVA Hannover, Schulenburger Landstraße 145 30165 Hannover, Tel.: 0511/6796-0, Fax: 0511/6796-812

Es befinden sich derzeit wenige Unterstützer_innen vor dem Knast, kommt vorbei und / oder bringt Euren Unmut über Tierausbeutung, Gerichte, Knäste,… in viellfältigen Formen zum Ausdruck! Aktuelle Infos werden wir in der Kommentarleiste und / oder unter http://boehringerbesetzung.blogsport.de/ zu posten.

Übrigens, das Tierversuchslabor zur Entwicklung von Massentierhaltungs-Impfstoffen von Boehringer Ingelheim in Hannover SOLL Anfang nächsten Jahres in Betrieb gehen, die Versuche an den Tieren werden also den Plänen zufolge demnächst beginnen. Doch momentan findet ihr an der Bemeroder Str./Ecke Bünteweg noch eine fast fertige Baustelle… Wer es sich anschauen möchte, hier findet ihr eine Umgebungskarte: http://www.openstreetmap.org/?lat=52.35635&lon=9.79533&zoom=17&layers=M

Ach übrigens, hier der Kontakt zum für die Ordnungshaft verantwortlichen Amtsgericht Hannover: Volgersweg 1 30175 Hannover Tel: 0511 / 347-0 Fax: 0511 / 347-2723 agh-poststelle@justiz.niedersachsen.de

Fingerabdrücke von Wietze-Gegner_innen?!

Etwa 20 Leute fanden sich am Montag, den 21.11. gegen Mittag vor der Braunschweiger Polizeiwache in der Friedrich-Voigtländer-Straße ein, um ihre Solidarität mit der Wietze-Gegnerin und Umwelt-Aktivistin Sarah Emily zu bekunden. Die Polizei hatte sie vorgeladen, um sie mit einer erkennungsdienstlichen (ED-) Behandlung von ihrer politischen Arbeit gegen die größte Schlachtfabrik Europas in Wietze (bei Celle) abzuschrecken.

Anlass dafür waren die Besetzungen von Mastanlagenbauplätzen, an denen sich Sarah Emily diesen Sommer beteiligt haben soll. Neben einer Besetzung in Munzel kam es im Juni zu der Blockade einer Mastanlagenbaustelle in Teplingen, die durch die brutale Räumung der Mäster_innen selbst, welche mit Knüppeln, Reizgas und Treckern gegen die Besetzer_innen vorgingen, viel Medienaufmerksamkeit bekam (siehe www.stopteplingen.blogsport.de).

Hier gehts zum vollständigen Artikel (mehr…)

Kundgebung gegen ED-Behandlung einer Wietze-Aktivistin am 21.11. in Braunschweig

Für den 21. November hat eine Tierbefreiungs- und Umweltsaktivistin aus dem Widerstand gegen die Schlachtfabrik in Wietze eine Ladung zur erkennungsdienstlichen (ED-) Behandlung in die Polizeistation Braunschweig bekommen. Die Vorladung wurde von der Polizei Lüchow-Dannenberg in Auftrag gegeben. Anlass sind die Ermittlungsverfahren wegen „Behinderung eines Gefangenentransports“ und „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ bei der Besetzung einer Mastanlage in Teplingen (siehe www.stopteplingen.blogsport.de) diesen Juni. Begründet wird die Abnahme von Fingerabdrücken und Fotos aber damit, dass sie in der Vergangenheit oft politisch aufgefallen ist (auch mit dem laufenden Verfahren wegen einer anderen Wietze-Mastanlagen-Besetzung in Groß Munzel (siehe stopmunzelmast.blogsport.de) wird argumentiert) sowie, dass die ED-Behandlung präventiv wirken soll.

Die ED Behandlung beginnt um 13.00 in der Polizeiwache in der Friedrich-Voigtländer-Straße.

Davor wird es ab 12 Uhr eine Kundgebung vor der Wache geben. Pennplätze
gibt es genug in Braunschweig (Mail hierfür an braunschweig@riseup.net).

Wär schön viele von euch (Nicht-Bullen!) zu sehen!

Interview mit einer Besetzer_in bei Radio Animal Liberation Freiburg

In der Sendund des Radios Animal Liberation Freiburg vom 18.07.2011 gab es ein Interview mit einer Besetzer_in aus Teplingen. Die Aktivist_in erzählt über die Besetzung und die gewaltsame Räumung in Teplingen und über den Protest gegen den Megaschlachthof in Wietze.

Die komplette Sendung ist hier nachzuhören. Das Interview ist ab der 39 Minute zu hören.

Bekenner_innenschreiben: Hauswand in Teplingen bemalt

Dieses Bekenner_innenschreiben wurde auf http://www.bitebackgermany.net/ gefunden.

In der Nacht vom 8. auf den 9. August haben wir “Mastanlagen einheizen – Klima schützen!” an die Hauswand von Herrn Gräve, der momentan eine Hühnermastanlage in Teplingen bauen lässt, gemalt. Mit dieser Aktion wollen wir vor allem auf zwei Punkte aufmerksam machen. Auf der einen Seite soll auf den Zusammenhang zwischen Tierhaltung und Klimawandel hingewiesen werden und auf der anderen Seite Herrn Gräve und allen anderen gewillten Mastanlagenbetreiber*innen deutlich gemacht werden, dass es entschlossenen Widerstand gibt.

In Hühnermastanlagen gilt gentechnisch verändertes Soja, das aus Südamerika importiert wird, als das Hauptfuttermittel. Soja wird in riesigen Monokulturen angebaut, wofür immer größere Flächen Regenwald abgeholzt werden. Durch die häufig angewandte Vernichtungsmethode Brandrodung wird viel gespeichertes CO2 freigesetzt, sowie die weitergehende Einlagerung des Treibhausgases verhindert. Auch durch die Transporte der Futtermittel, sowie der Lebewesen zwischen Legehennenbetrieben, Brütereien, Mastanlagen und Schlachthöfen wird CO2 freigesetzt. Die industrielle Tierhaltung ist laut der UNO für 18% des menschlichen Beitrags zum Klimawandel verantwortlich. Der Klimawandel verursacht heute schon durch die Erderwärmung und das damit einhergehende Abschmelzen der Polkappen die Ausweitung von Wüsten, sowie die immer häufigeren extremen Unwetter.

Die verheerenden Folgen des Klimawandels treffen als erstes und am stärksten die Menschen im globalen Süden, wodurch immer mehr zur Flucht gezwungen werden. Die weniger stark betroffenen Regionen, die allerdings einen maßgeblichen Anteil am Klimawandel zu verantworten haben, rüsten indes immer weiter gegen die Klimaflüchtlinge auf.

Bei dieser Aktion geht es nicht darum, Herrn Gräve persönlich zu bedrohen, sondern darum, zu verdeutlichen, dass auch die vollständige Zerstörung von Mastbetrieben unter anderem aus oben genannten Gründen notwendig und legitim ist. Wir hoffen, dass die Landwirt*innen, die in Erwägung ziehen, weitere Mastalagen zu bauen, sich alle möglichen Folgen von Tierhaltung bewusst machen und das überall da, wo gebaut wird, Widerstand entstehen wird.

AK roadrunner

Karte für Wietze-Zulieferbetriebe

Im Rahmen des entstehenden Projektes Mastwatch – einer Internetseite, bei der in Form eines Wiki’s und einer Karte auf Orte der industriellen Massentierhaltung hingewiesen wird – entsteht gerade eine Karte die die Zulieferbetriebe für den geplanten Mega-Schlachthof in Wietze sammelt. Wenn euch noch Zulieferbetriebe einfallen, oder ihr an der Karte mitarbeiten wollt, schreibt einfach eine eMail an stop-teplingen(ät)riseup.net oder einen Kommentar.

Unvollständige Karte von Wietze-Zulieferbetrieben:


Das Großprojekt Wietze und seine Mastanlagen auf einer größeren Karte anzeigen

Bekenner_innenschreiben aufgetaucht!

Am 16.7. ist in Alvesse/Vechelde nahe Braunschweig ein fast fertiggestellter Zulieferbetrieb für Wietze abgebrannt. Folgendes Bekenner_inenschreiben wurde heute auf www.de.indymedia.org veröffentlicht:

Wir haben in der Nacht zum 16.07.11 eine Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Üfingen in Brand gesetzt. Legaler Protest, sowie eine Besetzung der Baufläche konnten den Bau der Anlage nicht stoppen, weswegen wir uns für diese Aktionsform entschieden haben, um die Inbetriebnahme direkt zu verhindern.

Diese Mastanlage ist nur eine von vielen Institutionen, zu deren Verhinderung Sachbeschädigung notwendig und legitim ist. Wir haben uns für dieses Ziel entschieden, weil die Haltung und Tötung von Individuen und die ökologischen und sozialen Folgen – von Gen-Soja-Anbau mit Totalherbiziden und Regenwaldabholzung über Grundwasserverseuchung zu subventionierten Hähnchenteil-Exporten – verhindert werden sollte.

Es ist normal, dass die demokratisch legitimierten Stellvertreter_innen Entscheidungen so treffen, dass Privilegierte möglichst viel Geld verdienen können, anstatt dass die Betroffenen miteinander Individuallösungen koordinieren können.

Wir finden direkte Aktionen wie z.B. die von uns durchgeführte auch an anderen Orten, die der Emanzipation im Wege stehen, z.B. wo Tiere (Mensch=Säugetier) verdinglicht werden, sehr zu begrüssen. Dabei sollte stets reflektiert werden, welche Aktionsform angemessen ist und wie Verletzungen von Lebewesen möglichst ausgeschlossen werden können.

Präzise gegen die Gesamtscheisse, widerständig voran!

Brand in Alvesse: Polizeipressemeldung

veröffentlicht auf www.presseprotal.de/polizeipresse/

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung im Fall der Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Salzgitter- Üfingen, die am Samstag fast vollständig niedergebrannt ist. In der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe eingesetzt. Nachdem der Brandort zunächst beschlagnahmt worden war, wurde ein Sachverständiger für Elektrotechnik hinzugezogen, um zu prüfen, ob die auf dem Dach der Anlage befindliche Photovoltaikanlage für den Brand ursächlich gewesen sein könnte. Dieses konnte der Sachverständige ausschließen. Auch war der Brandschutzprüfer des Landkreises Peine am Brandort. Die Brandermittler der Polizei haben den Brandort gemeinsam mit der Spurensicherung untersucht. Entsprechende Ergebnisse werden in etwa drei Wochen zu erwarten sein.

Zu einem erneuten Brand in der Hähnchenmastanlage ist es Sonntagabend, gegen 22.40 Uhr, gekommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist zu vermuten, dass dort ein Glutnest wieder aufgeflammt sein könnte. Betroffen war der Teil der Halle, der durch das vorhergehende Feuer am wenigsten beeinträchtigt worden war. Das Feuer war durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bemerkt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Rückfragen an die Staatsanwaltschaft Braunschweig unter Tel. 0531/ 488 1204 oder die Polizei Salzgitter unter Tel. 05341/ 1897-104.

Solidarität aus Frankfurt am Main

Schon ein paar Tage nach der gewaltsamen Räumung der Aggro- Industriellen, wurden von der TierrechtsInitiative Rhein-Main (TiRM) in Frankfurts linken Zentren Plakate und Flyer verteilt und verklebt, die zur Solidarität mit den betroffenen Besetzer_innen aufrief.
Des Weiteren gab es auf dem Parkfest Rödelheim einen Infotisch zur Teplinger Besetzung und deren brutaler Räumung.

http://www.tirm.de/

tirm27

Brand in Wietze Maststall: Polizei geht von Brandstiftung aus

Zwei Artikel auf dem Onlineportal der Braunschweiger Zeitung www.newsclick.de

Hühnermast – Es war Brandstiftung
Von Harald Meyer und Kerstin Loehr

Eine entscheidende Frage nach dem Großbrand auf der Hähnchenmastanlage bei Alvesse im Kreis Peine ist geklärt: Die Polizei geht seit gestern von Brandstiftung aus.
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