Archiv für Juli 2011

Bekenner_innenschreiben aufgetaucht!

Am 16.7. ist in Alvesse/Vechelde nahe Braunschweig ein fast fertiggestellter Zulieferbetrieb für Wietze abgebrannt. Folgendes Bekenner_inenschreiben wurde heute auf www.de.indymedia.org veröffentlicht:

Wir haben in der Nacht zum 16.07.11 eine Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Üfingen in Brand gesetzt. Legaler Protest, sowie eine Besetzung der Baufläche konnten den Bau der Anlage nicht stoppen, weswegen wir uns für diese Aktionsform entschieden haben, um die Inbetriebnahme direkt zu verhindern.

Diese Mastanlage ist nur eine von vielen Institutionen, zu deren Verhinderung Sachbeschädigung notwendig und legitim ist. Wir haben uns für dieses Ziel entschieden, weil die Haltung und Tötung von Individuen und die ökologischen und sozialen Folgen – von Gen-Soja-Anbau mit Totalherbiziden und Regenwaldabholzung über Grundwasserverseuchung zu subventionierten Hähnchenteil-Exporten – verhindert werden sollte.

Es ist normal, dass die demokratisch legitimierten Stellvertreter_innen Entscheidungen so treffen, dass Privilegierte möglichst viel Geld verdienen können, anstatt dass die Betroffenen miteinander Individuallösungen koordinieren können.

Wir finden direkte Aktionen wie z.B. die von uns durchgeführte auch an anderen Orten, die der Emanzipation im Wege stehen, z.B. wo Tiere (Mensch=Säugetier) verdinglicht werden, sehr zu begrüssen. Dabei sollte stets reflektiert werden, welche Aktionsform angemessen ist und wie Verletzungen von Lebewesen möglichst ausgeschlossen werden können.

Präzise gegen die Gesamtscheisse, widerständig voran!

Brand in Alvesse: Polizeipressemeldung

veröffentlicht auf www.presseprotal.de/polizeipresse/

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung im Fall der Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Salzgitter- Üfingen, die am Samstag fast vollständig niedergebrannt ist. In der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe eingesetzt. Nachdem der Brandort zunächst beschlagnahmt worden war, wurde ein Sachverständiger für Elektrotechnik hinzugezogen, um zu prüfen, ob die auf dem Dach der Anlage befindliche Photovoltaikanlage für den Brand ursächlich gewesen sein könnte. Dieses konnte der Sachverständige ausschließen. Auch war der Brandschutzprüfer des Landkreises Peine am Brandort. Die Brandermittler der Polizei haben den Brandort gemeinsam mit der Spurensicherung untersucht. Entsprechende Ergebnisse werden in etwa drei Wochen zu erwarten sein.

Zu einem erneuten Brand in der Hähnchenmastanlage ist es Sonntagabend, gegen 22.40 Uhr, gekommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist zu vermuten, dass dort ein Glutnest wieder aufgeflammt sein könnte. Betroffen war der Teil der Halle, der durch das vorhergehende Feuer am wenigsten beeinträchtigt worden war. Das Feuer war durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bemerkt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Rückfragen an die Staatsanwaltschaft Braunschweig unter Tel. 0531/ 488 1204 oder die Polizei Salzgitter unter Tel. 05341/ 1897-104.

Solidarität aus Frankfurt am Main

Schon ein paar Tage nach der gewaltsamen Räumung der Aggro- Industriellen, wurden von der TierrechtsInitiative Rhein-Main (TiRM) in Frankfurts linken Zentren Plakate und Flyer verteilt und verklebt, die zur Solidarität mit den betroffenen Besetzer_innen aufrief.
Des Weiteren gab es auf dem Parkfest Rödelheim einen Infotisch zur Teplinger Besetzung und deren brutaler Räumung.

http://www.tirm.de/

tirm27

Brand in Wietze Maststall: Polizei geht von Brandstiftung aus

Zwei Artikel auf dem Onlineportal der Braunschweiger Zeitung www.newsclick.de

Hühnermast – Es war Brandstiftung
Von Harald Meyer und Kerstin Loehr

Eine entscheidende Frage nach dem Großbrand auf der Hähnchenmastanlage bei Alvesse im Kreis Peine ist geklärt: Die Polizei geht seit gestern von Brandstiftung aus.
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Ein aktuelles Foto aus Teplingen

22.7.2011: Kundgebung in Lüchow

Protest gegen Massentierhaltung

Wendländische Initiativen gegen die umstrittene Masthaltung laden für
Freitag (22.7.) um 17 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Lüchower
Marktplatz ein. Dabei können sich Interessierte auch gründlich an einem
Infotisch über die Thematik, die durch eine Bauplatzbesetzung in Schnega
und die Selbstjustiz der Landwirte bei einer weiteren Besetzung in
Teplingen an Brisanz gewonnen hat, informieren. Zusätzlich soll über
eine Telefonschaltung Kontakt zum „Friedensritt“ hergestellt werden, der
am selben Tag unter dem Motto „Kommt erst das Fressen und dann die
Moral“ in Wietze startet. Dort ist Europas größter Schlachthof in Bau,
der aus 6 Millionen Euro Steuergeldern mitfinanziert, jeden Tag 500.000
Hähnchen schlachten und u.a. aus Schnega und Teplingen beliefert werden
soll.
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Feuer in Wietze-Maststall: Vorsatz oder Unfall?

ndr.de, am 16.07.2011:

Brand in Hähnchenmastanlage

Im Landkreis Peine ist in der Nacht eine Hähnchenmastanlage bei Vechelde in Brand geraten. Rund 100 Feuerwehrleute seien vor Ort, teilte die Polizei mit. Menschen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Auch Tiere kamen nicht zu Schaden, da die Anlage noch nicht in Betrieb ist. Brandursache oder Schadenshöhe sind noch unklar.

Soli- Kundgebung in Erfurt- Samstag, 16.07.2011 um 10 Uhr

Morgen, am Samstag, den 16.07.2011 veranstaltet die Tierrechtsinitiative Erfurt eine Solikundgebung gegen den Angriff der Agrarindustriellen auf die Besetzung in Teplingen am 27.6.2011.
Losgehts um 10 Uhr vor dem Anger 1.
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Neues Stop-Teplingen Mobimaterial!

www.stopteplingen.blogsport.de presents:

Diesen Werbebanner könnt ihr euch runterladen und auf eurer Webseite als Link zu unserer Seite setzen. Danke für eure Unterstützung!

Landesverband der Linken, Grünen und der Tierschutzpartei verurteilen Gewalt der Agroindustriellen in Teplingen

Am 30. Juni hat die Tierrechtsinitiative Region Stuttgart (TiRS) die Landesverbände der Parteien in Baden-Württemberg um eine Stellungnahme bezüglich der brutalen Räumung in Teplingen, dem Leid bei der Tierhaltung als auch dem Neubau von Mastanlagen gebeten:

1. Wie stehen Sie zu der Räumung des Geländes in Teplingen und der Duldung der Polizei gegenüber der Selbstjustiz der Tierhalter?
2. Was schlagen Sie vor um das Problem des großen Leidens der Tiere bei ihrer Haltung in Ställen in Baden- Württemberg und bundesweit zu lösen?
3. Würden Sie sich für ein Verbot von Neubau von Mastanlagen aussprechen?

Folgende Antoworten haben sie erhalten:

Die Grünen, Landesverband Baden-Württemberg

„Die gewaltsame Räumung eines friedlich besetzten Bauplatzes für eine Hühnerfabrik in Teplingen kritisieren wir scharf. Es ist nicht hinzunehmen, dass einzelne Landwirte denen die Argumente ausgehen, Selbstjustiz üben. Die Gewalt gegen friedliche Demonstranten verurteilen wir.“

Die Linke, Landesverband Baden-Württemberg
„Die Ereignisse von Teplingen sind nicht zu akzeptieren und müssen juristische, sowie politische Folgen haben.“

Wir Grüne werden uns darüber hinaus natürlich auch weiterhin für eine konsequente Umsetzung des Tierschutzes einsetzen. Tier- und umweltgerechte Haltungsvorschriften für alle Nutztiere sind längst überfällig. Wir wollen eine ökologische und artgerechte Tierhaltung! Wir fordern industrielle Tierhaltungsanlagen dürfen nicht weiter durch Subventionen gefördert werden. Dafür muss der ökologische Landbau und andere artgerechte Haltungsformen verstärkt gefördert werden.

Die Tierschutzpartei Baden-Württemberg

„Auch wir von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Landesverband Baden-Württemberg – unterstützen friedliche Aktionen des zivilen Ungehorsams. Deshalb verurteilen wir die Selbstjustiz der Agrarindustriellen von Teplingen und insbesondere auch deren Duldung durch die dortige Polizei. Dieser Vorfall zeigt eindeutig, wie viel Wahrheitsgehalt doch in den oft verwendeten Ausdrücken „Massentierhaltungsmafia“ und „Fleischmafia“ steckt.

Die Antwort der SPD und FDP liegen bis Dato (9. Juli) nicht vor.
Hier gehts zu den ausführlichen Antworten und der Webseite der TIRS.