Archiv für August 2011

Interview mit einer Besetzer_in bei Radio Animal Liberation Freiburg

In der Sendund des Radios Animal Liberation Freiburg vom 18.07.2011 gab es ein Interview mit einer Besetzer_in aus Teplingen. Die Aktivist_in erzählt über die Besetzung und die gewaltsame Räumung in Teplingen und über den Protest gegen den Megaschlachthof in Wietze.

Die komplette Sendung ist hier nachzuhören. Das Interview ist ab der 39 Minute zu hören.

Bekenner_innenschreiben: Hauswand in Teplingen bemalt

Dieses Bekenner_innenschreiben wurde auf http://www.bitebackgermany.net/ gefunden.

In der Nacht vom 8. auf den 9. August haben wir “Mastanlagen einheizen – Klima schützen!” an die Hauswand von Herrn Gräve, der momentan eine Hühnermastanlage in Teplingen bauen lässt, gemalt. Mit dieser Aktion wollen wir vor allem auf zwei Punkte aufmerksam machen. Auf der einen Seite soll auf den Zusammenhang zwischen Tierhaltung und Klimawandel hingewiesen werden und auf der anderen Seite Herrn Gräve und allen anderen gewillten Mastanlagenbetreiber*innen deutlich gemacht werden, dass es entschlossenen Widerstand gibt.

In Hühnermastanlagen gilt gentechnisch verändertes Soja, das aus Südamerika importiert wird, als das Hauptfuttermittel. Soja wird in riesigen Monokulturen angebaut, wofür immer größere Flächen Regenwald abgeholzt werden. Durch die häufig angewandte Vernichtungsmethode Brandrodung wird viel gespeichertes CO2 freigesetzt, sowie die weitergehende Einlagerung des Treibhausgases verhindert. Auch durch die Transporte der Futtermittel, sowie der Lebewesen zwischen Legehennenbetrieben, Brütereien, Mastanlagen und Schlachthöfen wird CO2 freigesetzt. Die industrielle Tierhaltung ist laut der UNO für 18% des menschlichen Beitrags zum Klimawandel verantwortlich. Der Klimawandel verursacht heute schon durch die Erderwärmung und das damit einhergehende Abschmelzen der Polkappen die Ausweitung von Wüsten, sowie die immer häufigeren extremen Unwetter.

Die verheerenden Folgen des Klimawandels treffen als erstes und am stärksten die Menschen im globalen Süden, wodurch immer mehr zur Flucht gezwungen werden. Die weniger stark betroffenen Regionen, die allerdings einen maßgeblichen Anteil am Klimawandel zu verantworten haben, rüsten indes immer weiter gegen die Klimaflüchtlinge auf.

Bei dieser Aktion geht es nicht darum, Herrn Gräve persönlich zu bedrohen, sondern darum, zu verdeutlichen, dass auch die vollständige Zerstörung von Mastbetrieben unter anderem aus oben genannten Gründen notwendig und legitim ist. Wir hoffen, dass die Landwirt*innen, die in Erwägung ziehen, weitere Mastalagen zu bauen, sich alle möglichen Folgen von Tierhaltung bewusst machen und das überall da, wo gebaut wird, Widerstand entstehen wird.

AK roadrunner

Karte für Wietze-Zulieferbetriebe

Im Rahmen des entstehenden Projektes Mastwatch – einer Internetseite, bei der in Form eines Wiki’s und einer Karte auf Orte der industriellen Massentierhaltung hingewiesen wird – entsteht gerade eine Karte die die Zulieferbetriebe für den geplanten Mega-Schlachthof in Wietze sammelt. Wenn euch noch Zulieferbetriebe einfallen, oder ihr an der Karte mitarbeiten wollt, schreibt einfach eine eMail an stop-teplingen(ät)riseup.net oder einen Kommentar.

Unvollständige Karte von Wietze-Zulieferbetrieben:


Das Großprojekt Wietze und seine Mastanlagen auf einer größeren Karte anzeigen