Bekenner_innenschreiben: Hauswand in Teplingen bemalt

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In der Nacht vom 8. auf den 9. August haben wir “Mastanlagen einheizen – Klima schützen!” an die Hauswand von Herrn Gräve, der momentan eine Hühnermastanlage in Teplingen bauen lässt, gemalt. Mit dieser Aktion wollen wir vor allem auf zwei Punkte aufmerksam machen. Auf der einen Seite soll auf den Zusammenhang zwischen Tierhaltung und Klimawandel hingewiesen werden und auf der anderen Seite Herrn Gräve und allen anderen gewillten Mastanlagenbetreiber*innen deutlich gemacht werden, dass es entschlossenen Widerstand gibt.

In Hühnermastanlagen gilt gentechnisch verändertes Soja, das aus Südamerika importiert wird, als das Hauptfuttermittel. Soja wird in riesigen Monokulturen angebaut, wofür immer größere Flächen Regenwald abgeholzt werden. Durch die häufig angewandte Vernichtungsmethode Brandrodung wird viel gespeichertes CO2 freigesetzt, sowie die weitergehende Einlagerung des Treibhausgases verhindert. Auch durch die Transporte der Futtermittel, sowie der Lebewesen zwischen Legehennenbetrieben, Brütereien, Mastanlagen und Schlachthöfen wird CO2 freigesetzt. Die industrielle Tierhaltung ist laut der UNO für 18% des menschlichen Beitrags zum Klimawandel verantwortlich. Der Klimawandel verursacht heute schon durch die Erderwärmung und das damit einhergehende Abschmelzen der Polkappen die Ausweitung von Wüsten, sowie die immer häufigeren extremen Unwetter.

Die verheerenden Folgen des Klimawandels treffen als erstes und am stärksten die Menschen im globalen Süden, wodurch immer mehr zur Flucht gezwungen werden. Die weniger stark betroffenen Regionen, die allerdings einen maßgeblichen Anteil am Klimawandel zu verantworten haben, rüsten indes immer weiter gegen die Klimaflüchtlinge auf.

Bei dieser Aktion geht es nicht darum, Herrn Gräve persönlich zu bedrohen, sondern darum, zu verdeutlichen, dass auch die vollständige Zerstörung von Mastbetrieben unter anderem aus oben genannten Gründen notwendig und legitim ist. Wir hoffen, dass die Landwirt*innen, die in Erwägung ziehen, weitere Mastalagen zu bauen, sich alle möglichen Folgen von Tierhaltung bewusst machen und das überall da, wo gebaut wird, Widerstand entstehen wird.

AK roadrunner