Archiv der Kategorie 'Pressemitteilungen'

Brand in Alvesse: Polizeipressemeldung

veröffentlicht auf www.presseprotal.de/polizeipresse/

Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung im Fall der Hähnchenmastanlage zwischen Alvesse und Salzgitter- Üfingen, die am Samstag fast vollständig niedergebrannt ist. In der Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel wurde eine spezielle Ermittlungsgruppe eingesetzt. Nachdem der Brandort zunächst beschlagnahmt worden war, wurde ein Sachverständiger für Elektrotechnik hinzugezogen, um zu prüfen, ob die auf dem Dach der Anlage befindliche Photovoltaikanlage für den Brand ursächlich gewesen sein könnte. Dieses konnte der Sachverständige ausschließen. Auch war der Brandschutzprüfer des Landkreises Peine am Brandort. Die Brandermittler der Polizei haben den Brandort gemeinsam mit der Spurensicherung untersucht. Entsprechende Ergebnisse werden in etwa drei Wochen zu erwarten sein.

Zu einem erneuten Brand in der Hähnchenmastanlage ist es Sonntagabend, gegen 22.40 Uhr, gekommen. Nach aktuellem Ermittlungsstand ist zu vermuten, dass dort ein Glutnest wieder aufgeflammt sein könnte. Betroffen war der Teil der Halle, der durch das vorhergehende Feuer am wenigsten beeinträchtigt worden war. Das Feuer war durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes bemerkt worden. Die Ermittlungen dauern an.

Rückfragen an die Staatsanwaltschaft Braunschweig unter Tel. 0531/ 488 1204 oder die Polizei Salzgitter unter Tel. 05341/ 1897-104.

Blockadeaktion erfolgreich beendet

Die 2-stündige Blockade der Firma Werner in Salzwedel, die an den Baumaßnahmen des Maststalls in Teplingen beteiligt ist, wurde gegen 7.30 Uhr erfolgreich beendet. Es gab keine Festnahmen. Den Aktivist_innen geht es gut. Sie kritisieren aber, dass die Polizei beim Freisägen der Ankettvorrichtung trotz Einsprüchen auf alle Sicherheitsmaßnahmen verzichtet hat und damit das Risiko einging, den Aktivist_innen in die schutzlos ausgesetzten Arme zu sägen.

„Die Blockade war ein voller Erfolg! Wir haben klargestellt: Wenn Firma Werner sich nicht aus dem Maststallbau in Teplingen zurückzieht, muss sie mit Protesten rechnen.“, so Clara Nowan, eine Blockierende.
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„Unsere Wut und Leidenschaft kriegt auch keine Räumung platt“, die zwei angeketteten Aktivistinnen am Zufahrtstor der Firma Werner am Freitagmorgen in Salzwedel

Weitere Fotos gibts hier.
Presseinterviews und Anfragen weiterhin gerne an:
0152 55139052 und stop-teplingen@riseup.net

“Die Besetzung in Teplingen war erst der Anfang”

Pressemitteilung

Freitag, 1.7.2011

“Die Besetzung in Teplingen war erst der Anfang”
Besetzer_innenumfeld blockiert Baufirma für Biogas- und Mastanlage in
Teplingen

Teplingen/Salzwedel In den frühen Morgenstunden vom 1.7.2011 haben rund 15
Aktivist_innen aus dem Umfeld der Maststall-Bauplatzbesetzung in Teplingen
den Einfahrtsbereich der Firma Containerdienst Werner GmbH und Co. KG in
Salzwedel blockiert. Die Firma ist selbst Ziel der Proteste geworden (mehr…)

Statement der Grünen im Landtag zur gewaltsamen Campräumung

GRÜNE kritisieren gewaltsame Räumung von Bauplatzbesetzung

Privilegierung von Großställen beenden

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Christian Meyer hat die gewaltsame Räumung eines friedlich besetzten Bauplatzes für eine Hühnerfabrik in Teplingen im Landkreis Lüchow-Dannenberg scharf kritisiert:

Es ist nicht zu akzeptieren, dass einzelne Landwirte denen die Argumente ausgehen, Selbstjustiz üben und mit Gewalt gegen friedliche Demonstranten vorgehen. Besser wäre es gewesen, wenn die Investoren sich einer ernsthaften mit den Maststallgegnern gestellt hätten.

Die CDU-FDP-Landesregierung hat mit ihren 6,5 Millionen Euro Landessubventionen für den Riesenschlachthof in Wietze Tür und Tor für den Stallbauboom im Osten Niedersachsens geöffnet,

sagte der Grünen-Politiker am Dienstag (heute) in Hannover. Stattdessen hätten den Landkreisen mehr Spielräume in der Ablehnung und Steuerung von Agrarfabriken eingeräumt werden müssen. Meyer forderte die schwarz-gelbe Landesregierung auf, endlich großgewerbliche Ställe im Außenbereich nicht mehr zu privilegieren und strenge Gesundheits- und Brandschutzauflagen, wie zum Beispiel Filtersysteme, vorzuschreiben.

Baustelle der Mastanlage in Teplingen besetzt!

26.6.2011
(Wendland) Mastanlagen-Baustelle in Teplingen besetzt
Anlage soll Zulieferbetrieb für Schlachthof in Wietze werden.

Das Gelände in Teplingen, auf dem eine Hühnermastanlage errichtet werden soll, wurde in der Nacht zum Sonntag von 20 Aktivist_innen besetzt. Ein Tripod, eine Hütte und diverse weitere Blockadevorrichtungen wurden aufgebaut, die Besetzer_innen bereiten sich auf einen langwierigen Aufenthalt vor und freuen sich über Besuch und jede andere Form von Unterstützung.

Campansicht

In Teplingen soll jährlich in 7,5 Mastdurchläufen 300.000 Individuen mästen, sodass auf einem Quadratmeter 22 Hühner leben müssen. 4% der Tiere erreichen durchschnittlich das “Schlachtgewicht” nicht, so würden pro Jahr 12.000 Hühner durch die grausamen Haltungsbedingungen schon in der Anlage sterben.

Die Mastanlage, deren Baugelände besetzt wurde, soll Zulieferbetrieb für die größte Hühnerschlachtfabrik Europas in Wietze bei Celle werden. Dort ist die Tötung 2, 5 Millionen Tieren wöchentlich geplant, hierfür benötigt der Betreiber Rothkötter ca. 420 Mastanlagen mit jeweils 40.000 Hühnern in der Umgebung. Im Sommer 2010 wurde das Baugelände in Wietze während knapp 3 Monaten besetzt gehalten. Die Schlachtfabrik befindet sich zur Zeit in Bau und kann nur dann vollständig in Betrieb genommen werden, wenn es genügend Zulieferbetriebe gibt.

Das ist zur Zeit noch nicht der Fall – geplant wird von der Betreiberfirma Rothkötter, den Betrieb in andere Schlachtereien zu verringern, damit sich die Inbetriebnahme nicht verspätet. Der Mega-Schlachthof ist verhinderbar!

Die Besetzer_innen kritisieren die Baupläne und sehen darin legalisierte Tierquälerei. “Massentierhaltung ist eine soziale, ökologische und ethische Katastrophe. Klimawandel, Gensojaanabau, Boden-, Luft-, Gewässerverschmutzung: es gibt kein ökologisches Problem, unter dessen Hauptursachen sich nicht auch die industrielle Tierhaltung befindet.”, so eine der Aktivist_innen: “Wir sind hier, um unser entschlossenes Nein gegen die industrielle Tierhaltung auszusprechen – und gegen die Ausbeutung von Menschen, Tieren und der Umwelt im kapitalistischen Wirtschaftssystem”.
Die Aktivist_innen kritisieren weiter, dass diese politischen Entscheidungen getroffen werden, ohne die Betroffenen einzubeziehen. Das Ziel der Betreiber_innen sei die maximale Ausbeutung für maximalen Profit.

Die Besetzung richtet sich gegen diese und jede andere Form der (Massen-)Tierhaltung.
Kommt vorbei, bringt Energie, Kreativität, Wut und Fantasie!
Jede Form von Unterstützung ist wichtig.

Keine Schlachtfabriken, nirgends!

Was ihr mitbringen könnt:

Nahrungsmittel (vegan/freegan)
Aktionsmaterialien (u.a. Transpistoff, Farben, …)
Bau- und Brennholz
Werkzeuge
Decken, Schlafsäcke, Matratzen, Zelte

Um die Besetzung zu halten brauchen wir Unterstützung